Turnfahrt 24./25.6.2017 Engstligenalp

 12 wackere Männerriegeler nahmen am frühen Samstag Morgen die Reise nach Adelboden in Angriff.

Schon im Zug konnten wir staunend lernen, welche Mengen an Ueberlebensmaterial in Pesche’s unscheinbarem Rucksack Platz fanden.Die nächste –makabere – Ueberraschung folgte bei der Talstation der Engstligenalp-Seilbahn: eine tote Kuh, kopfvoran am Helikopter hängend.

Doch dann glücklicherweise eine glimpfliche Fahrt in der vollgestopften Seilbahn. Auf  der Engstligenalp Kantonementsbezug im Nebenhaus des Bergrestaurants, dann endlich Balsam für die trockenen Kehlen (wohlgemerkt: kein Alkohol vor 16 Uhr)

Nun ging es aber zur Sache: der heroische Aufstieg über den Artelengrat bis unter das Tschingellochtighorn über rund 700 Höhenmeter. Der Weg war angenehm breit und kaum ausgesetzt, doch als das Gelände drohte, überhängend zu werden, liess sich Wale bereitwillig ans Seil binden – wir wissen: natürlich nur, um unseren Oberturner Rolf vor der Schlappe einer vorzeitigen Umkehr zu bewahren. Leider verwehrten ausgedehnte Nebelschwaden immer wieder die sicher grandiose Aussicht auf  die Gipfel jenseits der Gemmi, und auch der Lohner, der Wildstrubel und dazwischen das Weisshorn liessen sich nur für kurze Momente erblicken. Weiter ging’s über den breiten Rücken zum Chindbettipass. Ein hilbes Plätzchen mit schöner Aussicht auf den Tällisee und Richtung Schwarzgrätli liess uns die wohlverdiente Mittagspause geniessen und lud vereinzelt sogar zu einem kleinen Nickerchen ein. Der Abstieg zur Engstligenalp über steile Halden mit kantigem Gestein und übriggebliebenen Schneefeldern war dann eher mühsam. Dafür entschädigte uns ein wunderschönes Bergseelein mit munterem Bach, wie geschaffen für ein Fussbad, für eine kleine Kletterei an den umgebenden Felsblöcken und natürlich für allerlei Unfug. Nächster Fixpunkt war Bärtschi’s Bergrestaurant, wo wir endlich mit Gerstensaft neue Energie tanken konnten und zudem für das entgangene Bergpanorama reichlich entschädigt wurden. Wale genoss das Panorama aus nächster Nähe und fand dabei staunende Zuhörerinnen für seine Heldentaten am Bergseil. Toni hatte in eigener Regie eine Engstligenalp-Rundwanderung gemacht und wurde nun von der Dusche Weg ebenfalls zu Bärtschi’s abkommandiert.

Der Abend gestaltete sich harmonisch mit einem Apéro in der Abendsonne, einer erholsamen Dusche und einem reichlichen Nachtessen (Salat, Schweinsschnitzel mit Bratkartoffen und Gemüse und einem undefinierbaren Pudding zum Dessert). Dann wurden alte Erinnerungen aufgefrischt, Jägerlatein zum besten gegeben und – weil bei Bärtschi’s schon geschlossen war - schliesslich ein währschafter Jass geklopft. Im Kantonement herrschte mustergültige Disziplin, bis Res ein wenig die Nerven verlor, weil der mittlerweile aufgetretene Regen das Fussende seiner Decke eingeweicht hatte.

Am Sonntag Morgen ging es nach ausgiebigem Frühstück talwärts, für die eine Hälfte mit der Seilbahn, für die andere zu Fuss über den steilen und vom Regen und den Kuhfladen etwas glitschigen Alpweg. Leider verwehrte dichter Nebel jegliche Aussicht auf die imposante Felswand, und der berühmte Wasserfall liess sich nur aufgrund seines Tosens und seiner nässenden Gischtwolke erahnen.

Aus Adelboden bleiben der steile Aufstieg ins Dorf (mit Paul in der Pole-Position), der Kaffee mit Süssgebäck in der Confiserie Schmid und ein stärkendes Bier im Gedächtnis haften, bevor die Heimreise mit Bus, Bahn und Postauto die gelungene Turnfahrt abschloss.

Ein grosses Dankeschön unserem Präsi Tobias Bürgi für das originelle Programm und die tadellose Organisation!

 

Thomas Ritschard

 

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